Erweiterung Kunstmuseum

Situation, Beziehungen   Die Bauten an der nördlichen Aarehangseite haben ihre Hauptfassaden südseitig. Im Bezug auf Verdichtung hat man in den letzten Jahren die bestehenden Gebäude mit Erweiterungsbauten im Norden ergänzt. Der Neubau steht zurückhaltend mit einem respektvollen Abstand rückseitig zum Stettlerbau. Er ist in seiner Volumetrie und Situierung den bestehenden Gebäuden untergeordnet. Sowohl Höhe als auch Länge des Neubaus beziehen sich auf die Massstäblichkeit des bestehenden Kunstmuseums. Von der Hodlerstrasse aus bleibt der seitliche Durchblick auf den äusseren Aarehang bestehen.

Projektidee   3 Gebäude, 3 Qualitäten = Kunstmuseum Bern. Der Raum im Neubau kann in allen 3 Dimensionen flexibel konfektioniert werden. Der Neubau ergänzt die räumlichen Qualitäten der bestehenden Gebäude mit der vertikalen Flexibilität. Die Bodenöffnungen ermöglichen Sichtbezüge und eine geschossübergreiffende Austellungskommunikation. Durch die Demontage der Bodenplatten mittels Kranbahnen sind Raumhöhen bis max. 4 Geschosse möglich. Sämtliche Technik (Strom, Lüftung, …) wird in die Aussen/Installationswänden integriert.

Konzeptuelle Raumorganisation   4 Geschosse mit gleicher Ausstellungsgrundfläche bilden die Ausgangslage für eine maximale Flexibilität in der Raumaufteilung, sowohl in horizontaler wie in vertikaler Ebene.

Besucherführung   Ausgangspunkt bildet das Foyer im Stettlerbau. Der Besucher wird über eine transparente Brücke in den Neubau geführt. Diese ermöglicht einen bewussten Übergang vom Altbau zum Neubau und verstärkt das Eintauchen in die Welt der Gegenwartskunst. Die introvertierten Räume ermöglichen eine Konzentration auf die Kunst. Im Gegensatz dazu bieten die Geschosswechsel einen Ausblick in die Natur. Je nach Ausstellung kann über das Zwischenpodest im 1. UG der A5-Anbau in einen alle Gebäude umfassenden Rundgang integriert werden.

Objektnummer 161
Art offener Projektwettbewerb
Termine 2006
Planungsteam Dimension X AG (S. Kellenberger, R. Steffen) mit Andreas Maeschi