Predigergasse

Konzept   Der verglaste Liftschacht lässt die Kontinuität der ursprünglichen Gebäudefassade sichtbar werden. Die bedruckte Glashaut bildet einen leichten Körper, der gleichzeitig autonom und zurückhaltend wirkt. Die strukturierte Oberfläche steht im Dialog mit der strengen Fassade und bringt eine Verbesserung des g-Wertes der Verglasung (Beschattung). In den Gängen und der Schalterhalle des bestehenden Gebäudes wird die Lichtsituation beträchtlich verbessert. Die Stahlkonstruktion wird vorfabriziert und vor Ort zusammengeschweisst. Die vor Ort angebrachte Oberflächenbehandlung dient als Brandschutz.

Herleitung der Idee   Als neues Element wirkt der Lift gleichzeitig integriert und differenziert. Die Integration erfolgt durch die gewonnene Lesbarkeit der bestehenden Fassade. In der Nacht und bei entsprechender Sonneneinstrahlung. Die Differenzierung zeigt sich in der Materialisierung und der Anordung der Glasprofile. Die netzartige Struktur wirkt als Gegenpol zum regelmässigen Aufbau der Fassade und bildet einen Kontrapunkt zur bestehenden, horizontal strukturierten Fassade. Der Blick durch die Fassade wirkt diffus. Erst durch die Bewegung in der Kabine entsteht ein «klarer» Durchblick.

Statik   Das Gewicht des Liftturmes und der Fassade wird über ein Gerüst aus RHS-Profilen abgetragen. Diese sind biege- und torsionssteif verschweisst. Die Fassade gibt die Windkräfte, auf die horizontalen Rahmen des Gerüsts ab. Die schrägen Fassadenprofile dienen der Aussteifung der Konstruktion.

Objektnummer 139
Art Selektiver Wettbewerb 1. Preis
Standort Predigergasse 5, Bern
Bauherrschaft Stadtbauten Bern
Planungsteam Dimension X AG: S. Cantalou, Sven Kellenberger, R. Steffen
Bauingenieur: Tschopp Ingenieure GmbH, Bern